Samstag, 21. April 2018

Musikverbot auf der Alten Mainbrücke -

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Absurdes Musikverbot auf Würzburgs
"Alter Mainbrücke"

Es ist kaum zu glauben: seit einigen Tagen ist Musikverbot auf der alten Mainbrücke - ab 19 Uhr darf kein Musiker mehr auftreten. Vor ein paar Tagen Dienstag oder Mittwoch -- kann auch früher gewesen sein -  hat mir einer der Straßenmusiker erzählt, dass er von der Polizei und/oder Ordnungsamt der Brücke verwiesen wurde. Er hatte den Eindruck Polizei und Ordnungsamt hätten die Anweisung schärfer durchzugreifen. Und tatsächlich: auch in der vergangenen Woche redeten zwei städtische Ordnungshüter und ein extra dafür abkommandierter Polizist auf einen älteren Straßenmusiker ein. Der Polizist machte einen vernünftigen Eindruck, was man nicht von allen Blau- oder Grünkitteln behaupten kann. Die städtischen Ordnungshüter waren beide eher zurückhaltend. 


Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die lachen, Himmel, im Freien und Wasser
Die Würzburger STRAMU-Stammbesetzung auf der Alten Mainbrücke: GeeGeeKettel und Mike Ertel



Jedenfalls kurz zusammengefasst ist das die Sachlage: Ab 19 Uhr darf kein!!! Straßenmusiker mehr auf der alten Mainbrücke spielen. Soweit ich mich erinnern kann, spielten die in den letzten 2-3 Jahren immer noch bis 23 Uhr oder später. Und das macht auch die entspannte Stimmung auf der Brücke aus. Die Erklärungen waren eher wenig nachvollziehbar. Einmal wurde der Stadtrat beschuldigt, er habe beschlossen, dass auf der Alten Mainbrücke nach 19 Uhr keine Straßenmusik erlaubt sei. Die zweite Erklärung war: Es gibt in Bayern ein Gesetz, dass ab 19 Uhr abends Ruhe herrschen muss: keine Musik. Straßenlärm zählt nicht dazu. Laute Autos ebenso wenig wie noch lautere Motorräder mit aufgebohrtem Auspuff. Denn es gilt: Je breiter die Reifen umso kleiner das Hirn. Auch bei Autos. LKWs dürfen sowieso Lärm produzieren. Musik ist nicht erlaubt. Es sei denn es ist im Auto und der Narr hinter dem Lenkrad hat seine Stereoanlage auf volle Dröhne eingestellt. Also mit dem Lärm wird das vom Polizeiaufgabengesetz eher wirr geregelt. 

Heute habe ich zunächst den Stadtrat meines Vertrauens befragt: Seines Wissens gibt es eine solchen Beschluss im Stadtrat oder einem der Ausschüsse nicht. Er könne sich aber auch täuschen. Versteh ich. Die gewählten Stadträte sind offensichtlich an allem Schuld. 

Ich werde natürlich weiter recherchieren und subversiv tätig werden. Wir haben uns schon zusammengetan: die Musiker lassen sich auch nicht alles gefallen und wir Zuhörer schon mal gar nicht. 
Unterschriften-Aktion usw. sind am Anlaufen. 



Erfolgreiche Unterschriften-Aktion und Crowd-Funding gegen das Musik-Verbot auf der Alten Mainbrücke


Die Unterschriften-Aktion verknüpft mit dem Crowd-Funding  gegen ein Musik-Verbot auf der Alten Mainbrücke war sehr erfolgreich, erfolgreicher als wir uns das vorgestellt hatten. Unser Zugpferd auf der Brücke war das Redaktionsmitglied Horst Büttner oder auch "Bendel-Horst" genannt. Wir danken den zahlreichen Sponsoren unserer Aktion gegen das Musik-Verbot. 

Uwe Schmidt - Karl Steigerwald - Jutta Palmer - Herbert Krebs - Helmut Neukam - Karin Rathmann - U. Wehner - H. Neu - Dr. Bernhard - Gerhard Brand - Jutta Kendzia (für die Redaktion) - 



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